Zeitleiste

Um 1600

 

Der Konstanzer Domherr und spätere Fürstbischof Jakob Fugger (1567-1626) lässt das Fürstenhäusle über der Meersburger Oberstadt erbauen. Bis zur Aufhebung des Hochstifts Konstanz 1802 wird es von den Fürstbischöfen genutzt.

1803

 

Im Zuge der Säkularisation geht das Gebäude an das Haus Baden über und untersteht dem Meersburger Priesterseminarfond bis dessen Grundbesitz 1842/43 versteigert wird.

1843

 

Annette von Droste-Hülshoff kauft das Fürstenhäusle. Stolz berichtet sie am 18. November 1843: „Jetzt muß ich Ihnen auch sagen, dass ich seit acht Tagen eine grandiose Grundbesitzerin bin, ich habe das blanke Fürstenhäuschen… für 400 Reichsthaler [ersteigert] – Dafür habe ich ein kleines aber massiv aus gehauenen Steinen und geschmackvoll aufgeführtes Haus, was vier Zimmer ,eine Küche, großen Keller, und Bodenraum enthält, - und 5000 Weinstöcke...“

1848

 

Annette von Droste-Hülshoff vererbt das Fürstenhäusle ihrer Schwester Jenny von Laßberg, die es 1859 ihren beiden Töchtern Hildegund und Hildegard vermacht.

1915

 

Nach dem Tod der Schwestern Laßberg geht das Gebäude in den Besitz von Freiherr Karl Droste zu Hülshoff und seiner Frau Marie über. Er läßt das Fürstenhäusle vor seinem Einzug erweitern und umbauen. Nach Karls Tod bemüht sich seine Witwe das Haus in eine literarische Gedenkstätte an Annette von Droste-Hülshoff zu verwandeln.

1924

 

Das Droste-Museum wird eröffnet.

1960

 

Um den Fortbestand des Fürstenhäusles als Gedenkstätte zu sichern, wird es vom Land Baden-Württemberg mitsamt Inventar erworben.

Seit 2006

 

Das Fürstenhäusle erstrahlt in neuem Glanz und auch der Blick auf den See hat nichts von seiner Faszination eingebüßt.

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Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook