Paradezimmer im Fürstenhäusle Meersburg

Im Geist der Annette von Droste-Hülshoff

Das Museum im Fürstenhäusle

Seit den Zeiten der Dichterin war das Haus im Besitz ihrer Erben. Sie behandelten ihr Fürstenhäusle mit Respekt und sorgten dafür, dass sich vieles hier erhielt, was vom Leben und Werk der Dichterin erzählt – bis heute.

Tisch mit Dose und Kerze im Fürstenhäusle Meersburg

Liebevolle Details erinnern an die Dichterin.

Das Original ist wenig verändert

Die Aufteilung der Räume, wie sie Annette von Droste-Hülshoff beschrieb, ist bis heute im Wesentlichen erhalten. Der Eingang ist inzwischen durch den Umbau am Anfang des 20. Jahrhunderts nach Westen verlegt. Von hier gelangt man in einen kleinen Flur, rechts öffnet sich die Tür in das Paradezimmer mit seinem Erker. Vom Flur aus gelangt man in das „Weinstübchen“, das Karl von Droste, einer der Erben, eingerichtet hat. Im Wintergarten dahinter befinden sich heute ein Shop und eine Buchverkaufsstelle.

Ein Hammerklavier im Fürstenhäusle Meersburg aus dem Bestand Droste-Hülshoffs mit Foto von Helene von Bothmer

Droste-Hülshoff war auch Komponistin.

Hammerklavier und Familienporträts

Ein schlichter Kachelofen heizte das Paradezimmer im Erdgeschoss. Was im Raum den Blick anzieht, sind zum einen der Sekretär der Dichterin und zum anderen das Hammerklavier. Das wertvolle historische Instrument erklingt gelegentlich bei Konzerten im Fürstenhäusle – und dabei sind auch Kompositionen der Droste zu hören! Bilder zeigen die jugendliche Annette und auch die bereits ältere Frau. Besondere Kostbarkeiten sind einige originale Handschriften der berühmten Dichterin.

Schmuckstücke der Annette von Droste-Hülshoff im Fürstenhäusle Meersburg

Die Dichterin sammelte kleine Kostbarkeiten.

Kleine Schätze der Droste

Zwei Vitrinen im Erker sind voller Sammlerschätze: Annette von Droste-Hülshoff liebte es, Kleinigkeiten zusammenzutragen. Münzen, Tücher, Porzellan, bestickte Beutelchen, Etuis, Ketten, Ringe, Kruzifixe, Rosenkränze, Mineralien und Muscheln. Hier hängen außerdem Bilder von Menschen, die im Leben der Dichterin eine wichtige Rolle spielten. Dazu kommen im Flur Ansichten von Orten, die ihr Leben prägten sowie Blätter mit historischen Szenen, die möglicherweise aus Annettes Besitz stammen. In einer kleinen Vitrine wird ihr Sonnenschirm aufbewahrt.

Im privaten Arbeitszimmer der Dichterin

Im Arbeitszimmer der Droste, dem „Schwalbennest“, hängen alte Ansichten des Familienbesitzes im Münsterland: Gut Rüschhaus und Burg Hülshoff. Außerdem sieht man hier historische Fotos der Nichten Hildegund und Hildegard, Illustrationen zu Gedichten der Droste, Miniaturen, Schattenrisse, Tuschzeichnungen und Wachsbilder weiterer Familienmitglieder und Bekannter. In der großen Glasvitrine werden die Werke der Droste-Hülshoff aufbewahrt, darunter kostbare Erstausgaben und Frühausgaben.

Arbeitszimmer im Fürstenhäusle Meersburg

Ein langes Fernrohr bildet den Mittelpunkt des ehemaligen Arbeitszimmers.

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