Idyllisches Biedermeierkleinod am Bodensee

Fürstenhäusle Meersburg

Fürstenhäusle Meersburg, Sekretär im Paradezimmer; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Carla Mueller
Im Geist der Annette von Droste-Hülshoff

Räume zur Erinnerung

Seit den Zeiten der Dichterin war das Haus im Besitz ihrer Erben. Sie behandelten ihr Fürstenhäusle mit Respekt und sorgten dafür, dass sich vieles hier erhielt, was vom Leben und Werk der Dichterin erzählt. Noch heute ist der Ort Annette von Droste-Hülshoff gewidmet.

Fürstenhäusle Meersburg, Plan des Gebäudes; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Die Raumaufteilung der beiden Stockwerke.

Das Original ist verändert

Die Aufteilung der Räume, wie sie Annette von Droste-Hülshoff beschrieb, ist jedoch bis heute im Wesentlichen gut nachvollziehbar. Im Erdgeschoss liegt das Paradezimmer, im Obergeschoss sind Schlafzimmer, Arbeitszimmer und die Ecke für die Kammerjungfer zu sehen. 

Fürstenhäusle Meersburg, Tafelklavier im Paradezimmer; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Carla Mueller

Ein Tafelklavier aus Familienbesitz.

Tafelklavier und Familienporträts

Ein Kachelofen heizt das Paradezimmer im Erdgeschoss. Was im Raum den Blick anzieht, sind der Sekretär, das Tafelklavier und die biedermeierliche Einrichtung aus dem Familienbesitz. Bilder zeigen die jugendliche Annette und auch die bereits ältere Dichterin, ihre Familie und ihren Freundeskreis. Kostbare Alltagsgegenstände, Münzen, Versteigerungen, Mineralien, Muscheln und Handschriftenfaksimiles erinnern an ihre Sammelleidenschaft und ihr Werk.

Fürstenhäusle Meersburg, Schneckencollier aus Familienbesitz; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Carla Mueller
Fürstenhäusle Meersburg, Mundharmonika, Dochtschere, Tischglöckchen und Taschenuhr aus Familienbesitz; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Carla Mueller

Kostbare Erbstücke aus Familienbesitz: Ein Schneckencollier sowie eine Mundharmonika, eine Dochtschere, ein Tischglöckchen und eine Taschenuhr.

Fürstenhäusle Meersburg, Porzellanpreziose; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Carla Mueller

Fantasievoll gestaltete Porzellanpreziose.

Kleine Schätze der Droste

Zwei Vitrinen im Erker sind voller Sammlerschätze: Annette von Droste-Hülshoff liebte es, kleine Kostbarkeiten und Pretiosen zusammenzutragen. Münzen, Tücher, Porzellan, bestickte Beutelchen, Etuis, Ketten, Ringe, Kruzifixe, Rosenkränze, Mineralien und Muscheln. Hier hängen außerdem Bilder von Menschen, die im Leben der Dichterin eine wichtige Rolle spielten. Dazu kommen im Flur Ansichten von Orten, die ihr Leben prägten, z.B. alte Ansichten des Familienbesitzes im Münsterland: Gut Rüschhaus und Burg Hülshoff.

Im Schwalbennest der Dichterin

Im Obergeschoss, dem „Schwalbennest“, hängen alte Ansichten Handschriftenfaksimiles, Miniaturporträts und Schattenrisse von ihr nahestehenden Personen. Außerdem sieht man hier historische Fotos der Nichten Hildegund und Hildegard von Laßberg, Illustrationen zu Gedichten der Droste, Tuschzeichnungen und Bilder weiterer Familienmitglieder und Bekannter. In der großen Glasvitrine werden Textilien und kostbare Bücher gezeigt. 

Fürstenhäusle Meersburg, Schmuck aus Familienbesitz; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Carla Mueller

Schmuck aus Familienbesitz der Droste-Hülshoff-Bothmers kann im Fürstenhäusle bewundert werden.

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