Un bijou paradisiaque du Biedermeier au bord du lac de Constance

Petite maison princière de Meersburg

Fürstenhäusle Meersburg, Paradezimmer; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Carla Mueller
Die zweite Erbin im 20. Jahrhundert pflegt die Erbschaft

Helen von Bothmer

Hundert Jahre nach der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff zog der Urgroßneffe Heinrich von Bothmer mit seiner Frau Helen ins Fürstenhäusle. Diese stiftete 1957 den Droste-Literaturpreis für Dichterinnen, mit dem seither deutschsprachige Schriftstellerinnen ausgezeichnet werden.

Woher stammt Helen von Bothmer?

Helen von Bothmer, 1908 als Helen Davis geboren, war eine gebürtige Amerikanerin. 1936 heiratete sie in New York Heinrich von Bothmer-Schwegerhoff, geboren 1897 in Charlottenburg und ein Urgroßneffe der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, der damals in Amerika arbeitete. 1947 zog das Paar ins Fürstenhäusle, das Heinrich geerbt hatte.

Fürstenhäusle Meersburg, Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Bilderwand der Familie Bothmer.

Was band sie an Meersburg?

Helen von Bothmer kümmerte sich um das von Marie von Bothmer 1923 eingerichtete Drostemuseum im Fürstenhäusle. Sie griff auf weitere Leihgaben und Erinnerungsstücke der Verwandtschaft zurück. Sie lebte bis 1996 und kümmerte sich über viele Jahre um den Nachlass der Dichterin. Bekannt wurde sie vor allem durch einen Literaturpreis: Sie stiftete 1956 den „Droste-Preis“ für Dichterinnen, der 1957 erstmals vergeben wurde und seither alle drei Jahre verliehen wird.
 

Für wen ist der Preis gedacht?

Der Droste-Preis der Stadt Meersburg ist der älteste Literaturpreis, der alle drei Jahre ausschließlich an deutschsprachige Autorinnen vergeben wird. 1957 wurde er zum ersten Mal während der bis heute jährlich stattfindenden Meersburger Droste-Literaturtage verliehen – im Andenken an die Dichterin. Zum Profil des Droste-Preis gehört es, deutschsprachige Schriftstellerinnen auszuzeichnen, deren Werke sich einer allzu populären Lesart widersetzen. Der Hauptpreis für ein Gesamtwerk ist heute mit 6000 Euro dotiert, der seit 2003 zusätzlich vergebene Förderpreis für jüngere Autorinnen, die erst am Anfang ihres literarischen Schaffens stehen, mit 4000 Euro.

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